Städtereisen – Die günstige Auslandserfahrung

Irgendwie wollen wir ja alle mal raus aus dem Alltag und rein ins Abenteuer. Für die Einen fängt das Abenteuer hinter dem Gartenzaun an, für den Anderen jenseits der Landesgrenzen. Viele von euch haben sich dazu entschieden, für einen längeren Zeitraum im Ausland zu ziehen. Ihr habt euch bewusst dafür entschieden, einen neuen Kulturkreis, eine neue Sprache oder ein neues soziales Umfeld zu erleben.

Aber auch diejenigen, die eher auf das kurze Abenteuer stehen, müssen mittlerweile nicht mehr zu Hause bleiben. In Zeiten von Billigairlines und Sparpreisen bei der Bahn gibt es immer wieder Schnäppchen, die einen kostengünstigen Kurztrip ins Ausland ermöglichen. Dabei stehen die europäischen Metropolen wie London, Paris oder Rom ganz hoch im Kurs. Oftmals sind diese aber relativ teuer, denn viele Touristen drängen in diese Städte. Deshalb lohnt vielleicht auch der Blick nach anderen aufregenden Städten wie Krakau, Grenada oder Istanbul. Dort kann man mindestens genauso viel erleben und gibt nicht so viel Geld aus. Der nächste Flughafen ist in der Regel auch nicht so weit, so dass die Anreise auch unkompliziert möglich ist.

Erst das Ziel, dann der Weg

Hat man die Anreise geklärt, muss man sich für eine Übernachtungsmöglichkeit entscheiden. Um Geld zu sparen, kommen eigentlich nur folgende Möglichkeiten in Frage:

  • Hostels
  • Couchsurfing
  • Übernachtung in Wohnungen
  • Sonderangebote für Hotels

Gerade bei letzterem kann man erstaunlich viel Geld sparen und trotzdem in hochklassigen Hotels schlafen. Hierbei lohnt sich der Blick in möglichst viele Vergleichsportale. Oftmals wird das gleiche Hotel bei verschiedenen Portalen angeboten und manchmal findet man auch einen anderen Preis. Aber egal für was man sich entscheidet, am Ende bekommt man nur die günstigen Preise, wenn man zeitlich flexibel ist.

Reiseinformationen Marokko

Marokko ist ein Königreich, welches sich im Westen von Nordafrika befindet. Kilometerlange weiße Sandstrände eignen sich für einen Badeurlaub. Am populärsten sind die Badeorte Agadir, Mohammedia, Safi, Oualidia und Essaouira. Angeln, Segeln, Wasserski, Tauchen, Surfen und Golf gehören zu den beliebtesten Reiseaktivitäten. Vor dem Traumurlaub sollten jedoch einige Informationen über Reisen nach Marokko eingeholt werden.

Allgemeine Informationen

Die offizielle Amtssprache ist Arabisch. Als zweite Landessprache gilt Französisch. In den Ferienanlagen und Regionen mit viel Tourismus wird außerdem Englisch gesprochen.

Die marokkanische Währung ist der Dirham. 1 EUR entspricht etwa 11,04 Dirham. Es ist darauf zu achten, dass die Ein- und Ausfuhr des Dirham nicht gestattet ist.

Kulinarisch

Die marokkanische Küche ist geprägt durch wilde Aromen und scharfe Gewürze. Ein beliebtes Gericht ist Cous Cous. Dazu wird meist Rind oder Lamm gereicht. Das Nationalgericht ist Tajine. In einer Schmorpfanne wird Fisch und Lamm zusammen mit Gemüse und Pflaumen gebraten und später mariniert.

Einreise- und Zollbestimmungen

Für die Einreise benötigt ein deutscher Staatsbürger einen Reisepass oder Personalausweis der noch bis sechs Monate über das Reisedatum hinaus gültig ist. Kinder brauchen einen Kinderausweis oder Kinderreisepass mit Lichtbild.

Es sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Empfohlen wird jedoch, sich gegen Tetanus, Polio Hepatitis A und Diphtherie schützen zu lassen. Bei einem Aufenthalt von mehr als drei Monaten, sollte sich der Reisende gegen Hepatitis B impfen lassen. Obwohl es in allen Großstädten gute medizinische Einrichtungen gibt, sollte auf Hygiene geachtet und zum vollen Schutz eine Auslandsreisekrankenversicherung inklusive Krankenrücktransport abgeschlossen werden.

Zollfrei können Gegenstände des persönlichen Bedarfs eingeführt werden, wie Bekleidung und Schuhe. Ebenfalls zollfrei sind Sportausrüstungen. Bei der Ausführung dürfen Erwachsene 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 400g Tabak, 1 Liter Spirituosen und 1 Liter Wein und eine geringe Menge (entspricht ca. 5 Gramm) Parfüm im Gepäck haben. Kaffee und Tee dürfen nur in kleinen Mengen mitgeführt werden.

Bekleidung

In den Hotelanlagen sind Badebekleidungen, kurze Hosen, Tops und Miniröcke kein Problem. Bei Ausflügen ist dies nicht angebracht. Weibliche Reisende sind mit einem T-Shirt, einer Bluse und dazu einem knielangen Rock adäquat gekleidet. Bei Männern werden Hemden und knielange Hose toleriert.

Wohin soll es gehen? Beliebte Reiseziele für Outgoings

Generell sind die Menschen reisefreudiger denn je. Kein Wunder bei schnellen Verbindungen per Flugzeug und Bahn sowie günstigen Preisen dank Billigfliegern und Sparpreisen der DB. Aber auch mit dem Auto oder Bus lässt es sich reisen. Kaum zu glauben, dass das mal anders war.

Goethe brauchte 1786 fast zwei Monate, um mit der Pferdekutsche von Karlsbad nach Rom zu gelangen. Die Schiffsreise von Christoph Kolumbus und seiner Crew dauerte ebenfalls etwa zwei Monate bis er auf dem Bahamas ankam (auch wenn er eigentlich woanders hin wollte). Heute würde man mit dem Flieger gerade einmal 14 ½ Stunden inklusive Zwischenstopps brauchen. Aber sicherlich ist es heutzutage nicht mehr so abenteuerlich wie früher. Wenn die Reise doch anders als geplant verlaufen sollte, der Pilot den falschen Flughafen anfliegt oder sich eine Schlange an Bord befindet, kannst du deine Erlebnisse unter der Rubrik „Skurriles“ veröffentlichen und dort Beiträge von anderen leidgeplagten Reisenden lesen.

Nicht nur bei den deutschen Urlaubern, auch bei vielen ausländischen Touristen ist ein Reiseland sehr beliebt: Deutschland. Ob Nordsee, Ostsee oder Bayerischer Wald – viele machen immer wieder gern Urlaub in deutschen Urlaubsgebieten. Wenn es doch ins Ausland gehen soll, sind viele Deutsche bequem. Das Reiseziel soll sich nicht viel von Deutschland unterscheiden, außer den Temperaturen vielleicht. Folglich ist es nicht verwunderlich, dass sich Mallorca seit vielen Jahren immer wieder ganz weit oben in der Liste der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen befindet. Dort finden sie deutschsprachiges Personal, deutsches Bier und viele viele deutsche Touristen, mit denen man sich problemlos verständigen kann.

Bei den Auslandsblogs sehen die Präferenzen anders aus. Scheinbar wollen vor allem diejenigen von ihren Auslandserfahrungen berichten, die es besonders weit weg von Zuhause verschlagen hat. Dementsprechend kommen hier die meisten Blogs von Leuten, die für kurze oder längere Zeit in Australien oder Neuseeland leben. Platz drei belegen USA-Blogs, gefolgt von China und Kanada. Erst an sechster Stelle befindet sich mit Spanien ein europäisches Land. Es folgen England, Thailand und Irland. Südafrika bildet das Schlusslicht unserer Top Ten. Übrigens haben viele Länder nur ein Auslandsblog vorzuweisen. Das sind zum Beispiel Mauritius, Bolivien, Nigeria, Kirgistan und die Niederlande. Aber daran könntest zu etwas ändern, wenn du deine nächste Reise in eines dieser Länder planst. Wie dem auch sei, wir freuen uns über jeden einzelnen Auslandsblog.

Beliebteste Länder zum Schreiben von Blogs
Abbildung 1: Beliebteste Länder bei unseren Outgoings

Was ist eigentlich ein Blog?

Das Blog ist eine Art Online-Tagebuch, bei dem man seine Erlebnisse chronologisch darstellen kann. Meist sind die Texte mit Fotos, Videos, Karten o.ä. versehen, um den Bloglesern das Erlebte zu veranschaulichen. Dadurch, dass das Blog online ist, können es Menschen auf der ganzen Welt lesen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, ein Blog durch ein Passwort zu schützen, sodass nur ausgewählte Leute wie Freunde und Verwandte Zugang zu den Texten haben. Oftmals können die Blogeinträge durch andere Personen kommentiert werden. Blogs dienen also der Verbreitung und des Austausches von Informationen. Um ein Blog zu schreiben, benötigt man so gut wie keine Vorkenntnisse.

Der Schreiber dieses Online-Tagebuchs wird Blogger genannt. Es können auch mehrere Menschen an einem Blog beteiligt sein. Das Schreiben in einem Blog wird als Bloggen bezeichnet. Das Blog besteht aus einzelnen Einträgen, sogenannten Posts oder Postings.

Eine beliebte und oft genutzte Form von Blogs sind Reise- bzw. Auslandsblogs. Auslandsblogs dienen dazu, die Erfahrungen, die man beim Auslands-Studium, bei der Reise, bei Work & Travel usw. macht, festzuhalten und zu archivieren – zum Einen für sich selbst und zum Anderen für die Daheimgebliebenen. Dies ist ein kostenarmes Medium, um vor allem bei längeren Auslandsaufenthalten Freunde und Verwandte auf dem Laufenden zu halten, meist ergänzt durch entsprechende Fotos.

Wir sind ein kostenloser Bloganbieter für Menschen, die es für kurze oder längere Zeit ins Ausland zieht. Momentan sind hier über 1500 Blogger registriert. Probier es doch einfach mal aus, du kannst in wenigen Schritten selbst ein Blog anlegen!

Work and Travel

Work and Travel ist eine moderne Art zu reisen und zu arbeiten, und dabei das Land, die Leute und die Kultur tiefgründiger kennen zu lernen. Die für die Reise notwendigen finanziellen Mittel werden dabei vor Ort in kurzen oder auch längeren Gelegenheitsjobs erarbeitet (auch Jobhopping genannt). Im Gegensatz zum klassischen Auslandsaufenthalt z.B. als Au-pair hat man so die Möglichkeit, viele Orte des jeweiligen Gastlandes kennen zu lernen. Die Gelegenheitsjobs sind sehr vielfältig, sie reichen vom Animateur im Hotel über Callcenter-Agent bis zum Feldarbeiter. Dadurch, dass man mit so vielen Dingen des täglichen Lebens konfrontiert wird, lernt man das Land tiefgründiger kennen als ein herkömmlicher Tourist.

Was muss ich beachten?

Um Work and Travel ausüben zu können, benötigt man ein spezielles Visum („Working Holiday Visa“), mit dem man bis zu zwölf Monate in dem fremden Land arbeiten und reisen kann. Deutschland hat dafür spezielle bilaterale Abkommen mit Ländern wie Australien, Neuseeland, Kanada, Japan, Südkorea oder Hong Kong geschlossen. Die Altersgrenze für das Working Holiday Visum liegt in den meisten Ländern zwischen 18 und 30 Jahre, oftmals gilt ein Nachweis über entsprechende Sprachkenntnisse als zusätzliche Voraussetzung.

Wo muss ich mich bewerben?

Eigentlich muss man sich nirgendwo bewerben, um Work and Travel zu machen. Man benötigt jedoch dringend ein Working Holiday Visa, welches man vor der Reise in der konsularischen Vertretung des jeweiligen Ziellandes beantragen muss. Danach kann die Reise eigentlich schon losgehen.

Wer es etwas bequemer mag, kann sich aber bei speziellen Organisationen bewerben, die Kooperationen mit staatlichen oder privates Jobagenturen im Gastland haben und so den Einstieg erleichtern. In der Regel bieten diese Organisationen gegen eine geringe Gebühr auch eine Kranken-, Haftpflicht- und Unfallversicherung.

Wo gibt es weitere Infos?

Wer weitere Infos rund um Work and Travel sucht, wird auf Auslandsjob.de fündig: Neben umfangreichen Infos allgemein zu Work and Travel hat man dort auch die Möglichkeit, mittels einer innovativen Checkliste seinen Trip selbst zu organisieren.

Praktikum im Ausland organisieren

Ein Praktikum im Ausland stellt aus vielerlei Hinsicht eine Bereicherung dar. Zum einen werden wie bei einem Praktikum im Inland Berufserfahrungen auf dem jeweiligen Fachgebiet gemacht und grundlegende Arbeitsweise erlernt. Zum anderen gibt ein Auslandspraktikum aber auch tiefgehende Einblicke in das Leben und die Kultur eines fremden Landes. Durch den täglichen Umgang mit den Kollegen eignet man sich interkulturelle Kompetenzen an, die man wohl sonst nirgendwo erlernen kann. Ein schöner Nebeneffekt ist das auch das Verbessern der eigenen Fremdsprache (z.B. Englisch).

Beliebte Ziele für Auslandspraktika sind Großbritannien, die USA, Kanada, Neuseeland oder Australien.

Organisatorisches

Ein Auslandspraktikum muss immer sorgfältig geplant und organisiert werden. Es muss ein Praktikumsplatz gefunden werden, eine Unterkunft bzw. eine Gastfamilie ausfindig gemacht werden, die Betreuung bzw. Anerkennung des Praktikums sowie einige versicherungstechnische Fragen geklärt werden. Deshalb gibt es im inzwischen zahlreiche Organisationen, welche betreute Praktika im Ausland anbieten und die Organisation der Unterkunft übernehmen. In der Regel fallen dafür Gebühren an, die aber in einigen Fällen auch vom Arbeitgeber übernommen werden. In jedem Fall sollte man spätestens 8 Monate vor dem gewünschten Praktikumsbeginn mit der konkreten Planung des Praktikums beginnen.

Ganz wichtig: Krankenversicherung

Leider hat man bei einem Praktikum im Ausland nur äußerst selten eine automatische Krankenversicherung. Gerade bei der Arbeit in Ländern außerhalb der Europäischen Union benötigt man meistens eine gesonderte Auslandskrankenversicherung. Da sich die Gesetzeslage hier häufig ändert, empfehlen wir einfach bei der aktuellen Krankenversicherung nachzufragen. Diese haben oft spezielle Tarife und Formulare, mit deinen eine Ausweitung des Versicherungsschutzes kostengünstig und unbürokratisch möglich ist.

Alternative: Freiwilliges Soziales Jahr

Für Menschen, die eher ein Verlangen nach sozialen oder ökologischen Arbeiten haben, gibt es die Möglichkeit für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FÖZ) bzw. Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ). Diese Freiwilligendienste können als Ersatz für den Zivildienst geltend gemacht werden und können auch vor dem Studienbeginn als Wartesemester bei der ZVS angerechnet werden. Das Höchstalter für diese Dienste beträgt 27 Jahre.

Weitere Informationen

Als Student ins Ausland

Ein Auslandsaufenthalt erfreut sich immer größerer Beliebtheit bei den deutschen Studierenden. Demnach ist der Anteil der Studenten, die einen studienbezogenen Auslandsaufenthalt absolviert haben, in den letzten zwei Jahren von 23% auf 26% gestiegen. In absoluten Zahlen ausgedrückt sind es nicht weniger als 80.000 junge Menschen, die es Jahr für Jahr ins Ausland zieht. [1]

Möglichkeiten

Beliebteste Gastländer
Großbritannien 14%
Frankreich 14%
Spanien 11%
USA 10%
Australien 5%
Schweiz 5%
Italien 5%
Schweden 5%
China 4%

Als eingeschriebener Student an einer Hochschule in Deutschland kann man relativ unkompliziert sein Studium für ein oder zwei Semester ins Ausland verlagern. Für den Austausch innerhalb von Europa gibt es seit 1987 das ERAMSMUS-Programm der Europäischen Union. Darüber hinaus bieten Universitäten oftmals auch eigene Austauschprogramme mit unterschiedlichen Konditionen. Die besten Informationen dazu bekommt man direkt vom Akademischen Auslandsamt (International Office) der Universität bzw. Fachhochschule im Heimatland.

Neben einem Studium im Ausland gibt es aber auch noch andere Wege, als Student Auslandserfahrungen zu sammeln. Viele ausländische Hochschulen bieten Summer Schools, Sprachkurse oder Projektarbeiten an, die einen Auslandsaufenthalt für einen relativ kurzen Zeitraum ermöglich. Vielleicht eine gute Gelegenheit, um mal in das Leben im Ausland rein zu schnuppern?

Finanzierung und Förderung

Studenten, die das ERASMUS-Programm der EU in Anspruch nehmen, bekommen einen monatlichen Mobilitätszuschuss und sind von den Studiengebühren im Gastland befreit. Zudem ist das Anmeldeverfahren bei den Partnerhochschulen stark vereinfacht und es gibt Unterstützung bei der Wohnungssuche und oftmals auch kostenlose bzw. günstige Sprachkurse.

In jedem Fall lohnt es sich, einen Antrag auf Auslandsbafög zu stellen, selbst wenn man im Inland kein Bafög bekommt. Es gelten hier besondere Bemessungsgrenzen und auch die monatlichen Zahlungen sind höher als im Inland.

Aufenthaltsort

Rund zwei Drittel aller mobilen Studierenden verbringen ihren Auslandsaufenthalt in einem westeuropäischen Land wie Großbritannien, Frankreich und Spanien. Mit deutlichen Abstand dahinter liegen Italien, die Schweiz und Schweden. Bei den außereuropäischen Zielen sind vor allem die USA, Australien, China und Kanada von großem Interesse.

Nachteile durch Auslandsaufenthalt

Natürlich können durch einen Auslandsaufenthalt auch Probleme entstehen. Es kann zu einem Zeitverlust im Studium kommen, es kann Probleme bei der Anerkennung der erbrachten Studienleistungen kommen, aber auch ganz einfache Hindernisse wie die Trennung von Familie und Freunden, Finanzierungsschwierigkeiten oder bürokratische Hindernisse. Viele dieser Dinge lassen sich aber durch eine sorgfältige Planung vermeiden.

Erfahrungsberichte lesen

Man kann im Voraus nie so richtig, worauf man sich eigentlich einlässt. Oftmals findet man an der eigenen Uni aber Leute, die bereits im Ausland waren und gern ihre Erfahrungen weitergeben möchten. Man kann aber auch im Internet viele Erfahrungsberichte lesen, zum Beispiel auch auf unseren Seiten:

[1] Alle statistischen Angaben entstammen der HIS-Studie Internationale Mobilität im Studium 2009, PDF 215 KB

Ablauf und Kosten eines Schüleraustausches

Unter Schüleraustausch versteht man den längeren Aufenthalt von einzelnen Schülern oder Schülergruppen im Ausland. Der Austauschschüler geht im Ausland an eine ganz normale Schule (z.B. High School) und ist bei einer Gastfamilie untergebracht. Man lernt so die Kultur und Sprache des Gastlandes intensiv kennen und durchlebt eine unglaubliche persönliche Entwicklung. Im Schuljahr 2008/2009 nahmen rund 19.000 deutsche Jugendliche an einem Schüleraustausch mit mindestens dreimonatiger Länge teil. Beliebtestes Gastland ist dabei die USA mit ca. 8000 Gastschülern, gefolgt von Kanada, Neuseeland und Australien.

Was ist zu beachten?

Wie bei jedem längeren Auslandsaufenthalt sollte man sich zunächst klar machen, ob man der richtige Typ für einen Schüleraustausch ist. Jeder Austauschschüler sollte eine gewisse Selbständigkeit und Offenheit für andere Kulturen besitzen, um die Zeit im Ausland ohne die Eltern erfolgreich meistern zu können. Danach sollte man abwägen, wann man wohin für wie lange gehen möchte. Ein Grundinteresse für die Sprache und Kultur des jeweiligen Gastlandes sollte man schon mitbringen, außerdem sind solide Kenntnisse der Sprache des Gastlandes unabdingbar. Vielleicht hilft auch eine vorherige Reise in das Gastland gemeinsam mit den Eltern, um sich die Umgebung gründlich anzuschauen. Dann kann man sich über das Internet auf die Suche nach Schüleraustausch-Organisationen bzw. Anbietern machen und die Leistungen der Anbieter vergleichen. Wie immer gilt, man sollte rechtzeitig mit den Planungen anfangen um am Ende auch wirklich das zu bekommen, was man eigentlich möchte.

Wahl des Anbieters und Kosten

Wir können leider keine genauen Angaben über die Kosten des Schüleraustausches machen, da die Kosten je nach Land, Zeitspanne und Anbieter stark variieren. Für ein Schulhalbjahr sollte man aber mindestens 6500 € für das Austauschprogramm einplanen, bei längeren Aufenthalten sind die Preise verhältnismäßig billiger. Übrigens, für die Ausbildung im Ausland gibt es auch für Schüler die Möglichkeit, BAföG zu beantragen. Allgemeine Informationen dazu findet man auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Es gibt viele gute Anbieter, die sich auf den Austausch von Schülern spezialisiert haben. Hierbei sollte man die Anbieter nach verschiedenen Kriterien selbst beurteilen (Service, Kosten, Betreuung, Vorbereitungs-Seminare, Sonstige Leistungen) und danach den besten Anbieter abwägen. Wir können und möchten da keine konkrete Empfehlung geben.

Originelle Gastgeschenke

Oftmals stellt man sich als Au-pair vor dem Abflug die Frage: was sind wohl die besten Gastgeschenke für meine Familie? Muss ich überhaupt etwas mitbringen?

Was darf’s denn sein?

Es gehört schon zum guten Stil für seine Gastfamilie ein paar Kleinigkeiten  mitzubringen. Die Geschenke müssen auch gar nicht viel Geld kosten. Dabei sollte man zu etwas greifen, dass es im Gastland nicht gibt oder dort nur übermäßig teuer zu erwerben ist. Am originellsten und gleichzeitig am einfachsten sind zumeist etwas Regionales oder typisch Deutsches. Wer freut sich nicht über eine Flasche guten, deutschen Bieres?

Ideen für typisch deutsche Gastgeschenke

  • Bier, Bierkrüge
  • Haribo, Schokolade, (Schnaps-)Pralinen, Lebkuchen
  • Kuchen (Schwarzwälder Kirschtorte, Dresdner Christstollen, …)
  • Lederhosen und Trachten
  • Kuckucksuhren
  • Teddys von Steiff
  • Gartenzwerge
  • Schnaps (Jägermeister, Obstbrände, Glühwein, …)
  • Wurst, Sauerkraut
  • speziell Regionales: Bayrische Uhren, Spreewaldgurken, Lübecker Marzipan, Meißner Porzellan, Schwäbische Maultaschen, Schwarzwälder Schinken, Kölnisch Wasser, …

Was gibt es zu beachten?

Wichtig ist, zu wissen, ob es etwas gibt, dass als Geschenk für die Gastfamilie ungeeignet wäre. Ein Tabu ist es zum Beispiel, strenggläubigen Muslimen Schweinefleisch oder Alkohol mitzubringen. Wenn du weißt, dass die Familie vegetarisch lebt, solltest du “Fleischgeschenke” vermeiden. Außerdem lohnt es sich, darüber nachzudenken, was in den jeweiligen Gastländern als typisch Deutsch angesehen werden könnte – Franzosen werden damit mitunter anderes verbinden als Chinesen.

Zu beachten sind zudem die Einreisebestimmungen im jeweiligen Land. In die USA dürfen z. B. aus den meisten Regionen der Welt keinerlei Fleischerzeugnisse oder Obst und Gemüse eingeführt werden. Dafür sind z.B. Backwaren, Käse, eingewecktes Obst und Gemüse sowie Süßigkeiten und Fisch erlaubt. Sich zu informieren, lohnt sich auf jeden Fall!

In jedem Fall ist es schön etwas dabei zu haben. So ist schon der erste Grundstein für einen erfolgreichen Auslandsaufenthalt gelegt.

Packliste für das Ausland

Egal ob Au pair, Schüleraustausch, Work and Travel, Reise oder Auslandssemester (z.B. mit ERASMUS). Wenn man für eine längere Zeit ins Ausland geht, möchte man auch sicher gehen, dass man die richtigen Dinge im Koffer hat. Was muss man also einpacken? Für wärmere Länder wie Australien muss man sicherlich anders packen als für einen Urlaub in Schweden. Aber einige Grundlegende Dinge sollte man auf seiner Packliste nie vergessen:

Dokumente

  • Bargeld in Fremdwährung
  • Reisepass bzw. Ausweis
  • Kopie vom Reisepass
  • Flugticket
  • Kredikarte oder EC-Karte
  • Dokumente der Austauschorganisation
  • Nachweis für Auslands-Krankenversicherung
  • Stadtplan vom Zielort
  • Adressen und Telefonnummern von Angehörigen bzw. Zielort
  • Passbilder

Hygieneartikel und Medizin

  • Zahnbürste
  • Zahnpasta
  • Deo
  • Cremes
  • Duschzeug
  • Badelatschen
  • Sonnencreme
  • Rasierzeug
  • Pille
  • Kopfschmerztabletten
  • Pflaster bzw. Binden
  • Tampons
  • Kondome

Textilien

  • Unterwäsche
  • Socken
  • Hosen
  • T-Shirts
  • Pullover
  • (Regen-) Jacke
  • Badeanzug bzw. Badehose
  • Handtuch
  • Schlafanzug
  • Bettwäsche bzw. Schlafsack
  • Sportklamotten
  • Schal

Technisches

  • Handy
  • Handy-Ladegerät
  • Netzadapter (Universalstecker)
  • Digitalkamera und Aufladegerät
  • MP3 Player und Aufladegerät
  • USB Verbindungskabel

Sonstiges

Diese Packliste kann sicherlich noch beliebig erweitert werden, aber wir haben uns auf das Nötigste beschränkt. Bitte beachtet auch die Einfuhrbestimmungen mancher Länder (z.B. Lebensmittel nach Australien). Generell sollte man nur das nötigste mitnehmen, denn viele Dinge kann man auch gut vor Ort kaufen. Eines dürft ihr aber nicht vergessen, die gute Laune und den Abenteuergeist!

Was macht man als Au-pair?

Das Wort Au-pair (fälschlicherweise auch oft „O-Pair“ geschrieben) kommt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie „auf Gegenleistung“. Im Allgemeinen sind Au-pairs Jugendliche oder junge Erwachsene, die bei einer Gastfamilie tätig sind und im Gegenzug eine kostenlose Verpflegung, Unterkunft und teilweise sogar Taschengeld bekommen. Auf diese Art und Weise kann man aus erster Hand die Sprache und Kultur des Gastlandes näher kennenlernen. Traditionell verbringen eher junge Frauen als Männer ihre Zeit als Au-pair im Ausland.

Was erwartet mich?

Zu den typischen Aufgaben eines Au-pairs gehören die Kinderbetreuung mit all ihren Facetten: Essen zubereiten, Kinder an- und ausziehen, baden, spielen, miteinander lesen oder vorlesen, bei den Schulaufgaben helfen, Wäsche waschen sowie die Kinder zum Kindergarten oder anderen Einrichtungen zu bringen. In jedem Fall dürfen aber Au-pairs keine reine Haushaltshilfe sein (z. B. Kochen, Putzen, Waschen für die Gasteltern), da dies ein illegales Arbeitsverhältnis wäre, welches arbeits- und sozialrechtliche Konsequenzen hätte. Deshalb gibt es in vielen Ländern auch Regelungen, wie viele Stunden pro Woche ein Au-pair maximal arbeiten darf. Zudem gibt es teilweise gesetzliche Regelungen, zu den Urlaubstagen, zu der Unterbringung (z.B. eigenes Zimmer) und zur Teilnahme an örtlichen Sprachkursen.

Was gibt es zu beachten?

Die Altersgrenzen für Au-pairs sind in jedem Land verschieden, aber in den meisten Ländern muss man mindestens 18 Jahre alt sein und darf nicht älter als 25 (bis teilweise 30) Jahre sein. Hier gilt es, sich über die genauen Beschränkungen im Gastland zu informieren.

Wie bekomme ich eine Au-pair Stelle?

Es gibt eine Reihe von Agenturen, die sich auf den Austausch junger Menschen als Au-pairs spezialisiert haben. In der Regel bieten diese Agenturen kostenlose Informationspakete, mit denen man sich umfassend über die Möglichkeiten und Bedingungen informieren kann. Hierbei sollte man die Geschäftsbedingungen, die Reiseunterlagen, die Rücktrittsregelungen und die Kostentransparenz vergleichen. In jedem Fall sollte der Auslandsaufenthalt sorgfältig geplant sein, um die richtige Vermittlungsagentur zu finden. Es gibt auch Übersichten mit Au-pair Agenturen.

Neues Jahr, neue Abenteuer

Ein aufregendes Jahr geht nun zu Ende und so langsam wird es Zeit für einen kleinen Jahresrückblick. Das Jahr fing eigentlich relativ unspektakulär an. Wir hatten zum 1.Januar 2011 genau 255 aktive Blogger auf unseren Seiten und waren schon mächtig stolz darauf. Im Frühjahr 2011 erlebte unser Blog dann aber einen nie dagewesenen Ansturm mit teilweise über 20 Neuregistrierungen pro Tag. So wuchs die Mitgliederzahl innerhalb eines Jahres auf über 800 aktive Blogger. Andere Bloganbieter mögen darüber vielleicht lachen, aber für uns war und ist dies wirklich eine Menge.

Was geschah sonst noch so?

Im März folgte dann die Einführung der Premium-Blogs. Nur durch ein bisschen Werbung kann man Auslandsblog.de einfach nicht finanzieren, deshalb war dieser Schritt notwenig und richtig. Zu unserer Überraschung wurde der Service auch ganz gut angenommen und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Damit ist die finanzielle Basis von Auslandsblog.de erstmal gesichert und auch die kostenlosen Blogs können weiter genutzt werden.

Seit Juli könnt ihr auch direkt (d.h. ohne Web-Browser) von euren Smartphones oder PC auf euer Blog zugreifen. Dafür müsst ihr einfach nur eine der freien Blogging-Apps installieren und diese mit eurem Blog verbinden. Das Ganze läuft dann über die sogenannte XMLRPC-Schnittstelle. Somit könnt ihr nun auch von unterwegs neue Blogeinträge schreiben oder Fotos hochladen. So richtig gut wurde die Sache allerdings noch nicht angenommen, es gibt einfach noch zu viele Kinderkrankheiten.

Im August haben wir dann endlich den PDF-Export fertigstellen können. Damit könnt ihr nun euer Blog exportieren und auf dem heimischen PC abspeichern. Außerdem wurden diverse Verbesserungen am Foto-Manager vorgenommen und die Karte in den Blogs optimiert.

Was sind unsere Ziele für nächstes Jahr?

Nun, wir möchten Auslandsblog.de noch mehr zu einer Plattform für den Erfahrungsaustausch untereinander machen. Sodass man spontan Leute aus seiner Umgebung kennenlernen kann oder nach dem Auslandsaufenthalt andere Leute finden kann, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Eigentlich hat ja jeder, der eine längere Zeit im Ausland war, nach seiner Rückkehr mächtiges Fernweh und sehnt sich nach den Erlebnissen im Ausland. Genau da möchten wir den Hebel ansetzen.

Außerdem gibt es einige technische Dinge, die wir umsetzen möchten. Dazu gehört der Umstieg auf leistungsstärkere Server und das Einbauen viele neuer Features. Dank eures Feedbacks bekommen wir ja regelmäßig Wünsche mit Erweiterungen, die euch noch fehlen. Oftmals fehlt uns leider die Zeit, diese Sachen direkt umzusetzen, aber mit etwas Verzögerungen werden die meisten Anfragen umgesetzt. :-)

Wir wünschen euch im neuen Jahr wieder viele aufregende Geschichten und Abenteuer, die ihr mit euren liebsten teilen möchtet. Das Leben ist einfach zu kurz, um es zu Hause vor dem Fernseher zu verbringen.

In diesem Sinne, auf ein erfolgreiches 2012!

Euer Auslandsblog-Team

PDF-Export

Bei einem Auslandsaufenthalt schafft man sich immer auch eine Menge Erinnerungen, die man gerne für die Ewigkeit behalten möchte. Da zur heutigen Zeit nichts mehr für die Ewigkeit ist (das gilt wohl auch für die meisten eurer Blogs), haben wir eine neue Funktion für euch bereitgestellt: Ihr könnt nun eure Blogs exportieren und in Form eines PDF-Dokuments auf eurem heimischen PC abspeichern. Ein Mausklick genügt und alle Blogeinträge, Bilder und Kommentare werden in das PDF gepresst. Damit könnt ihr eure Erlebnisse auch offline abspeichern und gegebenenfalls weiterverarbeiten.

Diese neue Funktion ist momentan noch im Beta-Status. Das heißt, es kann hier und da immer noch zu kleinen Problemchen kommen. Sollte euch etwas auffallen, gebt uns bitte Bescheid (gerne auch über unsere Facebook-Seite). Nur so können wir die Fehler abstellen und auf eure Änderungswünsche eingehen.

Na dann, frohes Exportieren!

PS: Der PDF-Export kann – je nach Größe des Blogs – bis zu eine Minute in Anspruch nehmen. Das generierte PDF-Dokument kann außerdem sehr groß werden, eine gute Internetverbindung wird daher empfohlen.

Mit iPhone und Android von unterwegs schreiben

In der Vergangenheit hatten wir häufig anfragen, ob wir unser Blog nicht für Smartphones optimieren können. Vom iPhone kann man ja bereits problemlos mittels Safari auf unsere Seiten zugreifen, allerdings sieht es auf Android-Geräten eher schlecht aus. Da der überwiegende Teil unserer Autoren ständig unterwegs ist, ist das Bloggen von unterwegs durchaus ein interessantes Feature. Deswegen haben wir uns entschlossen, den Zugriff für Smartphones (iOS, Android, Windows Mobile) zu verbessern.

Da wir keine eigene App schreiben wollten, haben wir unsere Energie lieber daran gesetzt, den Zugriff von existierenden Blogging-Apps zu ermöglichen. Dazu haben wir eine API implementiert, die über das XML-RPC Protokoll läuft. Im Klartext heißt das, ihr könnt eine beliebige Blogging-App auf eurem Smartphone installieren und damit auf euer Blog zugreifen.

Wir haben die Sache mit zwei kostenlosen Apps ausprobiert – WordPress und BlogWriter Lite. Zwar steckt die Technologie noch in den Kinderschuhen, aber man kann bereits neue Beiträge schreiben, Fotos hochladen, die Kommentare verwalten und seine Geo-Position veröffentlichen.

Anmeldung mit WordPress for iOS

Wordpress for iOS Wordpress for iOS

Anmeldung mit BlogWriter

Anmeldebildschirm bei BlogWriter

Achtung, momentan ist diese Schnittstelle ist noch in den Anfängen. Es gibt hin und wieder Probleme mit dem Upload von Fotos und der Formatierung von Blogeinträgen, aber wir arbeiten daran. Inzwischen gibt es auch schon einen speziellen Hilfebereich für das mobile Bloggen. Falls ihr noch Fehler findet, würden wir uns über einen sachdienlichen Hinweis freuen. :-)

Ängste, Erwartungen und Probleme im Ausland

Auslandsblog.de sprach in einem Interview mit Sascha, der gerade von seinem ERASMUS-Auslandsstudium in Växjö (Schweden) zurück ist und auch ein Blog geschrieben hat. Im Gespräch berichtet er über seine Probleme, Erwartungen, Ängste und Hoffnungen in seinem Auslandsaufenthalt.

Hallo Sascha! Schön, dass du es bei diesem Wetter in unser kleines Büro geschafft hast.
Hallo, ich freue mich hier zu sein. Das Wetter in Schweden war übrigens auch nicht besser.

Erzähle doch mal, wie war dein Auslandsjahr?
Es war einfach nur Hammer! Ich hätte mir nie erträumt, dass ich eine so tolle Zeit haben werde. Man wird ja von heute auf morgen in einen völlig anderen Kulturkreis geworfen und muss sich in einem fremden Land mit einer fremden Sprache zurecht finden. Da ist jeder Tag ein neues Abenteuer.

Hattest du denn Angst, bevor du ins Ausland gegangen bist?
Angst hatte ich nicht, nur ein leichtes Unwohlsein. Ich wusste ja nicht so richtig, was mich erwartet. Es war sozusagen eine Reise ins Ungewisse. Zwar habe ich mich im Vorfeld ordentlich im Internet informiert, aber wie es wirklich ist und was einen für tägliche Herausforderungen gestellt werden, das sieht man erst vor Ort.

Was hat dich denn ursprünglich dazu bewegt, zwei Auslandssemester zu machen? Was waren deine Gründe?
Ich wollte einfach mal etwas neues erleben, aus Deutschland raus kommen und mal über den Tellerrand blicken. Außerdem hatte ich im Hinterkopf den Gedanken, meinen Lebenslauf ein wenig aufzubessern. Dieser Grund wurde mir im Laufe des Auslandsjahres aber immer unwichtiger, denn der Kulturaustausch ist viel wichtiger als eine tolle Zeile im Lebenslauf. Man lernt einfach so unbeschreiblich viel dazu, gerade im zwischenmenschlichen und interkulturellen Bereich.

Hast du dich durch den Auslandsaufenthalt menschlich verändert?
Ja auf jeden Fall! Ich war vor meinem Auslandsstudium eher ein ruhiger Typ, der nicht unbedingt immer den ersten Schritt gemacht hat und auf Leute zugegangen ist. Das hat sich durch meine Erlebnisse im Ausland sehr verändert. Ich bin ein offenerer Mensch geworden und gehe eher auf Leute zu. Ich denke, ich werde jetzt auch mehr die Herausforderung suchen.

Was war dein schönstes Erlebnis im Ausland?
Ach, da gab es unzählige Momente. Ich denke, das tägliche Zusammenleben mit den Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen war am schönsten. In meinem Korridor waren Leute aus Schweden, Spanien, Frankreich, Italien, Australien, Österreich und Korea. Da gab es nie Langeweile, auch wenn das Zusammenleben manchmal auch Anstregend war.

Und was war dein schrecklichstes Erlebnis im Ausland?
Der Abschied aus Växjö war definitv am schlimmsten. Wir waren einfach eine super Gemeinschaft und plötzlich wurden wir wieder auseinander gerissen. Das hat weh getan. Ansonsten hatte ich eigentlich keine großen Enttäuschungen.

Welche Tipps würdest du anderen Leuten geben, die ins Ausland gehen?
Man sollten einfach offen sein für neue Dinge und Veränderungen. Das Essen wird nicht so gut sein wie bei Muttern, das Bett wird härter sein und auch sonst ist der Lebenskomfort vielleicht nicht so hoch, wie man es gewöht ist. Man sollte also tief stapeln, bevor man ins Ausland geht, dann wird man nicht so stark enttäuscht. Daneben sollte man einige praktische Dinge beachten wie genug Bargeld für den Anfang (ggf. auch für Mietanzahlung), Kopien von wichtigen Dokumenten, Passfotos und eine Notfalliste mit wichten Anlaufstellen (Jugendherberge, Internet-Café, Polizei usw.). Eure Packliste hat mir sicherlich eine Menge Ärger erspart.

Letzte Frage, würdest du dieses Auslandsjahr noch einmal machen?
Keine Frage, definitiv! Ich würde auch wieder ein Blog bei euch schreiben, falls du darauf noch hinaus willst. (lacht)

Wir danken für das nette Gespräch!
Gern geschehen!